In Kooperation mit unserem Medienpartner WZ und der Sparkasse Wuppertal

wuppertalaktiv! vergibt den W-IMPULS 2018!

Mit dem Projekt „W-IMPULS 2018“ möchte wuppertalaktiv! in diesem Jahr erneut starke Leistungen, gute Ideen und zukunftsorientiertes Engagement sichtbar machen. Gemeinsam mit den Partnern Westdeutsche Zeitung und Stadtsparkasse stellt wuppertalaktiv! dafür noch mehr Unterstützung als im vergangenen Jahr bereit.

  • Ausführliche Darstellung ausgewählter Projektideen in der Westdeutschen Zeitung während der Bewerbungsphase
  • 5.000 Euro für das Gewinnerprojekt
  • Je ein professioneller Beratertag für drei weitere Projekte zur Vorbereitung auf eine erfolgreiche Umsetzung: die Plätze zwei bis sieben werden sich mit einer überzeugenden Kurzpräsentation während der Preisverleihung darum bewerben.
  • Exklusive Spendenwochen für die Plätze zwei bis sieben auf www.gut-für-wuppertal.de vom 1. bis 12. Oktober. Dafür stellt die Stadtsparkasse 5.000 Euro zur Verfügung. Die Details werden bei der Preisverleihung bekannt gegeben.
  • Ausstellung aller Projektideen in der Stadtsparkasse am Islandufer im Anschluss an die Preisverleihung

Beteiligen können sich alle Menschen und Macher in Wuppertal, die eine gute Projektidee für Wuppertal haben, oder sich in einem Projekt engagieren, das sich noch in der Startphase befindet und Unterstützung bei der Realisierung benötigt.

Gefördert werden
    ▪    konkrete, ehrenamtliche Projekte für Wuppertal,
    ▪    die sichtbar, erlebbar und nutzbar sind bzw. sein werden
    ▪    also einen Mehrwert für Wuppertal bieten.


Bewerbung
Bis zum 12.09.2018, 23:59 Uhr können Bewerbungen eingereicht werden.

Preisverleihung
Die Preisverleihung findet am 25.09.2018 statt.

Wir freuen uns auf viele Bewerbungen!

‚Deine Hand für Europa‘, oder was interessiert mich billiger Käse aus Holland, während an der Küste Europas tausende von Menschen stranden - eine Bestandsaufnahme mit Pascal Biesenbach, dem Gewinner des IMPULS 2017

Deine Hand für Europa - Logo
Nils Beckmann in 'Deine Hand für Europa'

„Gemeinsam Bewusstsein schaffen für unsere Freiheit und unser Leben in den Städten und Regionen des größten Binnenmarkts der Welt und dem größten Friedensprojekt der Menschheit. Wir sind Teil von etwas Großem. Jeden Tag. Hier zeigen wir es.“ So lautet der Eingangssatz in der Bewerbung von Pascal Biesenbach für das W-Impuls-Gewinner-Projekt 2017 ‚Deine Hand für Europa‘.

Für den Verein ‚Aufbruch am Arrenberg’ sollten kurze Clips von max. 1-2 Minuten entstehen, in denen Wuppertaler bei ihren alltäglichen Handlungen gezeigt werden und deren Verbindung zu Europa hergestellt wird. Verbindendes visuelles Element ist die blau eingefärbte Hand, die sagt: mit meiner Individualität bekenne ich mich als Teil Europas zu unserer Gemeinschaft. Der Youtubekanal umfasst inzwischen 22 Filme mit verschiedenen Statements, zum Beispiel: ‚Europa ist stark, weil es Ausgleich zwischen Staaten und Einzelinteressen schafft. Und was die Welt braucht ist mehr Solidarität und weniger Alleingänge.‘ (Nils Beckmann 7.9.2017)

DEINE HAND FÜR EUROPA auf Youtube

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Beflügelt durch den Gewinn ist Pascal Biesenbach mit viel Begeisterung im Herbst vergangenen Jahres und - wie es scheint - in einer völlig anderen Zeit in die Realisation von ‚Deine Hand für Europa’ gestartet - noch vor der Bundestagswahl und dem Wandel in der politischen Auseinandersetzung.

Heute wird die Diskussion um Europa in hohem Maße von der Debatte um Geflüchtete aus vorwiegend muslimischen Ländern geprägt. Biesenbach sah sich plötzlich vor die Tatsache gestellt das Projekt Europa unter einem immer dominierenden Aspekt verteidigen zu müssen, anstatt Befürworter zu finden. Biesenbach: „Nicht nur, dass viele Menschen eine gewisse Kamerascheuheit haben und auf Knopfdruck nicht mal eben ein positives Statement für Europa raushauen können. Ich musste mir solche Sätze anhören wie: 'nee, was interessiert mich billiger Käse aus Holland, wenn an der Küste Europas gleichzeitig tausende von Menschen stranden.' Das kam von christlicher genauso wie von muslimischer Seite.“

Im Angesicht von Menschen, die in überfüllten Booten im Mittelmeer versuchen euopäisches Festland zu erreichen und Nationalstaaten, die sich weigern die Ankommenden aufzunehmen, im Angesicht von zahllosen Ertrunkenen und gleichzeitiger Kriminalisierung von privater Seenotrettung und einer Politik, die sich in zähen Verhandlungen über die Sicherung der europäischen Außengrenzen aufreibt, ist es inzwischen unmöglich, über Europa als grenzenlosen Kontinent der Freiheit und Demokratie zu reden.

Biesenbach fährt fort: „Das Resultat dieser politischen Fokussierung auf europäischer Abschottung und Grenzsicherung bei gleichzeitiger Kritik bspw. an der Türkei hat eine zunehmende Polarisierung und zum Teil starke Kritik an Europa hervorgebracht. Wie kann eine so genannte europäische Wertegemeinschaft, die sich auf Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie und Gleichheit gründet, gleichzeitig eine private Seenotrettung kriminalisieren und im Angesicht von Ertrinkenden über Grenzsicherung reden. Während ich für ‚Deine Hand für Europa‘ unterwegs war, kam ich mit meinen Gespächspartnern also zwangsläufig darüber ins Gespräch was wir tun können, um das europäische Projekt zu retten und in den Köpfen der Menschen wieder als positiv zu verankern. Wir haben Foren geschaffen, in denen sich Menschen treffen, die sonst nicht miteinander ins Gespräch kämen. Statements in Videoform waren nicht mehr das richtige Mittel. Wir brauchten direkte Begegnung, um uns über unsere Haltung zu verständigen. Durch diese Erfahrungen hat ‚Deine Hand für Europa‘ eine Wandlung von Clip zu Forum durchlebt. Hieraus ist auch eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel ‚Glaube, Ideologie und die Zukunft` entstanden. Sie startet im Herbst“
 
Was also als ein von Anfang bis Ende durchkonzipiertes Schubladenprojekt begann, hat sich während seiner Realisierung verwandelt und wird dies absehbar weiter tun. Den unschätzbaren Wert eines vereinigten Europas im Bewusstsein der Menschen zu verankern, ist Kern des Anliegens geblieben. Denn nach wie vor gilt: Europa ist und bleibt das größte Friedensprojekt der Menschheit und braucht mehr Solidarität und weniger Alleingänge.

Das waren die Gewinner 2017

Die Jury und die Finalisten!

Finalisten

  • Carl-Philip Schniewind - Aufstellen einer ausgedienten Schwebebahn nahe dem Autobahnkreuz Wuppertal- Nord
  • Joachim Meinsehen - Erstellung des längsten "Wandgemäldes" der Welt entlang des Wupperufers durch verschiedene Kreative
  • (M)eine Stunde für Wuppertal - Aufstellen eines Klaviers im Bahnhofsbereich

Gewinner

Den W-IMPULS 2017 und damit auch den Scheck über 5.000 Euro hat gewonnen

"Deine Hand für Europa", eingereicht vom Aufbruch am Arrenberg e.V..

In der Projektskizze hieß es: 'Mit Filmsequenzen soll das Leben von Wuppertaler Bürgerinnen und Bürgern in Zusammenhang mit Europa gebracht werden – ob es der Obsthändler auf dem Markt mit den importierten Waren ist, die Hausfrau, die dort mit Euro bezahlt, Projekte, die durch EU-Gelder finanziert werden, Menschen, die andere Menschen aus Europa beherbergen oder, oder, oder…'

Der Startschuss dafür fiel im Rahmen der Feierlichkeiten zur B7-Eröffnung. Die Arbeit an dem Projekt dauert an. Daher gilt nach wie vor: „Jeder kann mitmachen, ob er sich selbst filmt oder uns als Kamerateam anfordert – wir werden dies in einem Youtube-Kanal veröffentlichen und dann soll dies immer weitere Kreise ziehen“, so Ideengeber Pascal Biesenbach. Verbindendes Element ist die blau eingefärbte Hand am Schluss jeder Sequenz, die sich auf eine Leinwand drückt.